3.Angestelltentag

Die Präsentationen des 3. Angestelltentages für Sie zum HerunterladenGroße Resonanz der Teilnehmer auf berufspolitische Fragen der angestellten Psychotherapeuten

Hier noch einmal das Programm mit den Links zu den Präsentationen der Referenten und den Zusammenfassungen aus den Workshops des Tages. Es stehen gegenwärtig noch nicht alle Präsentationen zur Verfügung. Wir pflegen diese aber nach und nach auf dieser Seite ein. Spätestens Anfang der 40. KW finden Sie hier alle Texte.

Das Programm 19.09.2018, 3. Angestelltentag der OPK

10:15 – 11:30    Vortrag und Diskussion
Die Stellung Psychologischer Psychotherapeuten unter juristischen Aspekten
Referent: Dr. iur. Jan Moeck, D+B Rechtsanwälte, Berlin

11:50 – 12:15    Vortrag
Psychosozial, Psychologisch, Psychotherapeutisch…und dann noch die Kollegen. – Von der Arbeit als PPT in der Kinderonkologie eines Universitätsklinikums.“
Referent: Dipl.-Psych. Sirko Thormann, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Jena

12:15 – 12:45    Vortrag
„Psychologische Psychotherapeuten in der Somatik: Psychoonkologie“
Referentin: Dipl.-Psych. Antje Lehmann-Laue, Leiterin der Psychosozialen Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige, Universitätsklinikum Leipzig

 

14:00 – 15:30    Workshops:

  1. Die Stellung Psychologischer Psychotherapeuten unter juristischen Aspekten (Workshop zum Vortrag)
    Workshopleiter: Frau Dr. Andrea Keller/ Dr. Jan Moeck

Zusammenfassung: Der Stand von PP und KJP ist nach dem Psychotherapeutengesetz aus den Jahr 1999 für niedergelassene PP auch 2018 in Kliniken weiterhin nicht definiert. Mit den letzten Tarifverhandlungen im TVöD gibt es erstmals die Erwähnung von PP / KJP mit eigener Eingruppierung. Mit Auslaufen der PsychPV 2019 und der Forderung nach Personalstandards im PsychVVG gibt es zudem eine neue Chance, dass in Kliniken gezielt PPs / KJPs benötigt werden für eine leitliniengerechte Behandlung.Im Workshop wurden die bestehenden großen Unsicherheiten benannt bzgl. der Stellung von PP / KJP ohne rechtliche Sicherheit für das eigene Tun in Leitungspositionen, bei der Vertretung eigener Kompetenzen in somatischen Kliniken mit nicht im Bereich der Psychotherapie kompetenten Ärzten als Vorgesetzte oder in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) im Umgang mit nicht Approbierten, wenn auch kompetenten Diplom-Psychologen. Muss letztendlich der PP die Verantwortung für die Arbeit von Psychologen übernehmen, auch wenn der Rahmen der Klinik dies nicht vorschreibt? „Fahren ohne Führerschein“ als Analogie zu Psychologen ohne Approbation, ist zwar möglich, aber auch riskant und sollte in Kliniken nicht der Standard sein, meinte Herr Dr. Gregor Peikert, Vorstandsmitglied der OPK. Nicht Approbierte Psychologen dürfen nicht eigenverantwortlich tätig sein.Haftungsfragen bei Suiziden wurden diskutiert und auf das Haftungsrecht bei (grob) fahrlässigem Verhalten eingegangen sowie auf eine geeignete Dokumentation.Die Unklarheit bzgl. der Stellung von PP und KJP zeigt sich auch im OPS, wo approbierte und nicht approbierte Psychologen nicht unterschieden werden. Es ergaben sich Kompetenzfragen der TeilnehmerInnen, z.B. wurde die Frage nach der Indikationsstellung von gezielten Behandlungen gestellt. Hier die Antwort aus dem OPS: „Die Indikation für die psychotherapeutische Komplexbehandlung muss durch einen Facharzt (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie, Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie) oder einen psychologischen Psychotherapeuten gestellt werden“.

 

2. Ein neues Tätigkeitsfeld – Angestellte PP in MVZ und Praxen

 

3. Befugniserweiterungen (Psychopharmakotherapie) und der Stellenwert zusätzlicher Weiterbildungen (Schmerzpsychotherapie, Psychoonkologie, Psychodiabetologie usw.)

Zusammenfassung:
• Veranlassung von Rehabilitationsmaßnahmen:
unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich GKV und Rententräger: eine Verordnungsmöglichkeit von Reha zulasten der            Rentenversicherung für Psychotherapeuten sollte gefordert werden
– Möglichkeit der Verordnung von medizinischen Eltern-Kind- Rehabilitationsmaßnahmen
– Verordnung von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen im Bereich der Suchtbehandlung• Anerkennungen von bereits erlangten Fort-     und Weiterbildungen durch die OPK:
– z. B. WPO
– Prinzipiell sind in den Richtlinien zu den curricularen Fortbildungen der OPK Anerkennungen verschiedener Veranstalter möglich, Nachweise müssen bei der OPK zur Prüfung der Gleichwertigkeit eingereicht werden• Psychopharmakotherapie:
Weiterer Wissenserwerb notwendig? Qualifikation als „Muss“? Verbessert eine Zusatzqualifikation die Stellung der PP im Krankenhaus?
– im Gespräch mangels fachärztlicher Versorgung und zu langer Warteintervalle (v. a. auch im KiJu-Bereich) vorstellbar und u.U. unumgänglich
– Möglich nur in enger Absprache mit Ärzten und am besten im multiprofessionellen Team und bei Kooperation mit ärztlichen Kollegen
– zentrale Frage für die zukünftige Versorgung wird vor allem auch Koordination und Kooperation mit verschiedenen Berufsgruppen sein
– problematisch, wegen Unkenntnis der Wechselwirkungen und Nebenwirkungen mit Medikamenten, v.a. auch in der Somatik (z. B. Ca-Patienten, palliative Betreuung) und wegen Unkenntnis der möglichen individuellen Nebenwirkungen
– cave: Rollenkonfusion! PT sind keine „billigen Ärzte“
– Ablehnung der „chemischen Keule“, die eine adäquate Krankheitsverarbeitung verhindert
– Frage des Haftungsrechtes
– „Biologisierung“ der psychotherapeutischen Versorgung soll nicht unterstützt werden
– Gefahr bei freiwilliger Zusatzqualifizierung, dass zukünftig nur solche Psychotherapeuten eingestellt werden, die die entsprechende Qualifizierung haben
– Handelt es sich um einen tatsächlichen Kompetenzgewinn?
– Ambivalenz hinsichtlich Kosten/Nutzen (materiell) für PP

 

4. Tarifliche Eingruppierung angestellter Psychologischer Psychotherapeuten – Berichte und Erfahrungsaustausch zu praktischen Initiativen