Dämonen und Neuronen_Depression_neu

„Dämonen und Neuronen“ in Leipzig: Öffentlicher Talk am 20.Oktober 2017 im Neuen Rathaus

Die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer holt in der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit im Oktober 2017 die Wanderausstellung „Dämonen und Neuronen, Psychiatrie Gestern – Heute – Morgen“ der Salus gGmbH ins Neue Rathaus nach Leipzig. Damit wird die OPK ein Zeichen gegen Vorurteile und Stigmatisierung psychischer Erkrankungen setzen. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft psychischer Erkrankungen. Mit Schrifttafeln und Multimedia-Anwendungen erlebt der Besucher die 5000-jährige Geschichte mit diesen Erkrankungen und den jeweiligen gesellschaftlichen Umgang damit hautnah. Gleichzeitig soll damit der öffentliche Diskurs zu psychischen Erkrankungen und deren Stigmatisierung bis heute gefördert werden.

Eine Ausstellung für mehr Akzeptanz und Verständnis

Kein Thema scheint mehr vorurteilsbehaftet zu sein als Erkrankungen der Psyche des Menschen. Dabei sind psychische Störungen so alt wie die Menschheit selbst. Trotz des enormen Fortschritts der Medizin ist die Stigmatisierung hier bis heute sehr groß. Obwohl wir wissen, dass Krankheiten der Seele weder eine Strafe der Götter noch der Fluch böser Geister sind, stehen Betroffene oft großen Vorbehalten gegenüber.

Die Geschichte der Psychiatrie ist eine befremdende. Eine jede Epoche setzte darin ihre Meilensteine. Die Ausstellung „Dämonen und Neuronen“ erzählt davon. Sie ist eine Reise durch die Zeiten und blickt auf den Umgang verschiedener Kulturen und Religionen damit. In ihr werden ausgewählte Erkrankungen und Therapien im Wandel der Zeit, aus Sicht von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten vorgestellt.

Am Ende dieser Reise steht ein Ziel: Mehr Wissen, ein besseres Verständnis und eine höhere Akzeptanz für die Krankheiten der Seele.

Öffentliche Talkrunde zur Ausstellungseröffnung

Am 20. Oktober 2017 eröffnet die Wanderausstellung im Neuen Rathaus in Leipzig. Für das interessierte Leipziger Publikum wird sie hier für zirka zwei Wochen zu sehen sein.

Mit dem Thema „Wie weit sind wir in der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen bis heute gekommen?“ geht die OPK in eine öffentliche Diskussionsrunde. Als Gesprächspartner stellen sich Teresa Enke (Vorsitzende der Robert Enke-Stiftung), Waltraud Rinke (Vorsitzende der Deutschen Depressionsliga), Andrea Mrazek (Präsidentin OPK), Professor Dr. Christfried Tögel (Ausstellungsinitiator) sowie Dr. Thomas Uhlemann (GKV-Spitzenverband) den Fragen und der Diskussion des Leipziger Publikums.
Interessierte Leipziger sind herzlich zur Diskussionsrunde am 20. Oktober 2017 ab 13.45 Uhr in den Festsaal der oberen Wandelhalle des Neuen Rathauses Leipzig eingeladen!