Ostdeutschlands Psychotherapeuten wählen Dr. Gregor Peikert zu ihrem neuen PräsidentenMargitta Wonneberger ist OPK-Vizepräsidentin

Dr. Gregor Peikert und Margitta Wonneberger

Die Kammerversammlung der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) wählte am 08. März 2019 mit großer Mehrheit Dr. Gregor Peikert für die nächsten fünf Jahre zum neuen OPK-Präsidenten. Dr. Peikert ist 54 Jahre alt, lebt und arbeitet in Jena. Seit 1996 ist er als Psychotherapeut am Universitätsklinikum Jena tätig, später dort als leitender Psychotherapeut zuständig für eine spezialisierte Verhaltenstherapiestation für Angst- und Zwangsstörungen. Ein Fokus seiner Arbeit liegt außerdem seit jeher in der Forschung und Lehre. Seit 2016 ist der gebürtige Dresdner auch mit halbem Kassensitz in Jena niedergelassen. Dr. Peikert vertrat seit der Gründung der Fünf-Länder-Kammer im Jahre 2007 den Freistaat Thüringen im OPK-Vorstand.

Neben ihm wurde Margitta Wonneberger zur Vizepräsidentin gewählt. Die 61-Jährige ist seit 1991 in eigener Praxis in Taucha bei Leipzig niedergelassen und arbeitet in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und Psychoanalyse. Margitta Wonneberger ist seit 2007 Kammerversammlungsmitglied und seit 2011 auch im Vorstand der OPK.

Neben Dr. Peikert und Wonneberger wurden Dr. Sabine Ahrens-Eipper und Barbara Breuer-Radbruch aus Sachsen-Anhalt, Dr. Dietmar Schröder aus Brandenburg und Johannes Weisang aus Mecklenburg-Vorpommern in den sechsköpfigen Vorstand gewählt.

„Ich sehe zwei drängende Fragen für die Kammer“, hob Dr. Gregor Peikert in einem ersten Gespräch hervor. „Die erste ist: Wie werden wir die künftige Weiterbildung für Psychotherapeuten nach der Ausbildungsreform gestalten können? Die Psychotherapeuten, die neu approbiert werden, haben möglicherweise ein ganz anderes Berufsverständnis. Es wird daher eine drängende Frage sein, wie wir diese Kollegen in unsere bisherigen Strukturen integrieren und wie wir die Kammerarbeit gemeinsam so gestalten können, dass alle Berufsgruppen darin gut aufgehoben sind.“ Weiter führte er aus, dass der Versuch der Bundesregierung, den freien Zugang zur Psychotherapie gesetzlich zu reglementieren, die Gemüter der Psychotherapeuten in den vergangenen Wochen am meisten erhitzte. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass keine staatliche Reglementierung eingeführt wird, die eine adäquate psychotherapeutische Versorgung blockieren würde“, so Dr. Peikert abschließend.

Zuvor hatten Andrea Mrazek aus Sachsen als Gründungspräsidentin sowie Dr. Wolfram Rosendahl aus Sachsen-Anhalt als Vizepräsident die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer von Anbeginn 12 Jahre lang geführt.

Die OPK ist die als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltung der rund 5.000 Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in den fünf ostdeutschen Flächenbundesländern.

Die Kammer hat die Aufgabe, verpflichtende Standards der Berufsausübung festzulegen und diese kontinuierlich unter Beachtung des Versorgungsbedarfs und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterzuentwickeln.

Die OPK setzt sich außerdem für die Berücksichtigung der Belange psychisch kranker Menschen und für ein hochwertiges und angemessenes psychotherapeutisches Versorgungsangebot ein. Sie zeigt Verbesserungsbedarf auf und macht auf Entwicklungen aufmerksam, die die psychische Gesundheit beeinträchtigen können. Die Öffentlichkeit informiert sie zu Themen der psychischen Gesundheit und der psychotherapeutischen Behandlung.


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